Kennen Sie schon diese Hochzeitsbräuche aus Kärnten?

Kennen Sie schon diese Hochzeitsbräuche aus Kärnten?

Interessieren Sie sich für typische Hochzeitsbräuche in Kärnten? Wir haben hier einige für Sie gesammelt.

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Quelle Foto: Chema Naranjo

Hochzeitsbräuche gibt es viele – einige sind in vielen Ländern ähnlich, manche sind einzigartig. Wir haben hier schon fast vergessene Bräuche und Traditionen, aber auch bekannte, die sich in Kärnten bewährt haben, für Sie gesammelt.

In früheren Zeiten war in bäuerlichen Teilen Kärntens das „Brautbitten“ üblich. Der Brautwerber musste den zukünftigen Schwiegereltern einen Besuch abstatten, bei dem die Vermögensverhältnisse geklärt wurden und er um die Hand der Braut anhielt. Die Eltern der Braut antworteten mit einem Imbiss. Je nach Region bedeutete Sauerkraut oder gestockte Milch Ablehnung, Würste waren ein Zeichen für Zustimmung.

Ein typischer Kärntner Brauch wird als „Maut“ bezeichnet. Hierbei werden Braut und Bräutigam vor Aufgaben gestellt, die es gemeinsam zu lösen gilt. Erst wenn sie es geschafft haben, dürfen sie den Weg zum Standesamt oder zur Kirche fortsetzen. Häufig wird eine Wegsperre errichtet, die eine Weiterfahrt verhindert. Dann muss Geld gesammelt werden, um damit anschließend die „Maut“ bezahlen zu können. Es kann statt der Wegsperre auch vorkommen, dass der Bräutigam Babypuppen wickeln, oder die Braut Porzellanscherben aufkehren muss. Hier sind der Kreativität der Verwandten und Freunde keine Grenzen gesetzt, die sich die kleinen Gemeinheiten ausdenken. Oft in Verbindung mit solchen Aufgaben ist auch das Zersägen eines Baumstammes, welches das gemeinsame Überwinden von Schwierigkeiten symbolisiert.

Das „Aufwecken“ oder auch „Brautaufschießen“ ist auch heute noch ein typischer Hochzeitsbrauch in Kärnten. Dabei wird die Braut um 5 Uhr früh mit Böllern und lautstarker Musik, oder auch schon von einer ganzen Blasmusikkapelle aus den Federn gerissen.

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Quelle Foto: © Christophe Viseux

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Doch woher kommt nun die gängige Redewendung „unter die Haube kommen“? Für viele Kärntner und Kärntnerinnen findet sie ihren Ursprung im südlichen Landesteil. Dort gilt nach altbäuerlicher Auffassung eine Eheschließung erst nach der „Häubung“, bei der sich die Braut vor ihrer Mutter niederkniet, die ihr dann die Brauthaube aufsetzt. Doch eigentlich reicht diese Bezeichnung schon bis ins Mittelalter zurück. Damals durften nur Ledige das Haar offen tragen, verheiratete Frauen hingegen mussten es unter einer Haube verstecken.

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